Keralock NightLife – Crazy Curls
Ein Lockenwunder für glattes Haar?

 

Es klingt wirklich „verlockend“, was Keralock uns hier verspricht: „KERALOCK CRAZY CURL zaubert aus glatten Haaren sexy Wellen und aus einer leichten Naturkrause eine natürliche Lockenpracht. Die hitze- und feuchtigkeitsbeständige Formel von CRAZY CURL verklebt das Haar nicht, spendet lang anhaltende Spannkraft und faszinierendes Volumen. Freuen Sie sich auf definierte Locken mit hoher Elastizität und gesundem Glanz!“

Meine Haar-Ausgangssituation

Ich habe weder eine Naturkrause noch Locken. Durch meinen Haarschnitt allerdings mache ich mir durchaus gerne mal Locken, da mein Bob-Schnitt dadurch einfach besser fällt und vor allem an den Spitzen auch einen schönen Schwung bekommt. Da ich den Bob-Schnitt immer mal wieder machen lasse bin ich mittlerweile schon geübt in der Anwendung und bekomme das mit dem Lockenstab schon ganz ok hin. Es ist aber eben immer mit entsprechendem Aufwand verbunden und von daher schaut man ja schon nach Produkten, die einem hier die „Arbeit“ erleichtern. Also wollte ich dieses Produkt einfach mal testen … vor allem da die Pracht damit ja auch länger halten soll.

Die Produkte

Im Set von Keralock NightLife – Crazy Curls sind 2 Produkte enthalten. Einmal ein Shampoo – es dient zur optimalen Vorbereitung des Haares. Es enthält dazu unter anderem Olivenöl, Biopolymere und einen Amisil-Komplex. Das zweite Produkt (und das denke ich ist das wichtigere der Beiden) ist das Fixiergel. Es enthält ebenfalls Olivenöl und diesen Amisil-Komplex. Er soll den Locken insgesamt mehr Struktur, Elastizit und Glanz verleihen. Dazu ist er Hitze- und Feuchtigkeitsbeständig, soll nicht kleben und langanhaltenden Halt geben. Spannkraft und Volumen sind ebenfalls inklusive.

Die Verpackung hat einen Manko (dazu im nächsten Punkt mehr ..) ansonsten finde ich das Produktdesign aber gelungen. Die Produkte stehen auf dem Kopf und so kann man durch den großen Verschluss (der auch guten Stand bietet) immer optimal Produkt entnehmen. Es lässt sich zudem leicht öffnen.

 

Große Verpackung und kaum was drin!

Etwas entsetzt war ich vom „Gegen das Licht-Test“. Ich habe das mal versucht zu fotografieren – mit einer Lampe hinter dem Produkt. Im Vergleich zum Inhalt sind die Produktepackungen wirklich riesig. Da ist jede Menge Luft nach oben und als Verbraucher denkt man „Wow viel drin!“ dabei ist das nur Fake! Fast der komplette obere Bereich der Packung, sowohl beim Shampoo als auch beim Fixiergel sind noch leer.

Meine Empfehlung an den Hersteller: Entweder kleinere Packung – die uns Verbrauchern nichts vormacht oder die aktuellen Verpackungen dann wenigstens voll machen. Ich kann verstehen wenn da etwas Luft nach oben ist – aber aktuell ist mir persönlich das ein bisschen dürftig. So sollte das Produkt aussehen nachdem ich es 2x benutzt habe – und nicht Neu und ungeöffnet.

 

Geruch und Konsistenz

Erinnert mich ein klein wenig an den Dauerwellengeruch beim Friseur, aber wirklich nur ganz leicht – es riecht mehr blumig, fruchtig – süßlich – nicht unangenehm. Zudem bleibt der Duft auch noch gut einen halben Tag im Haar erhalten. Die Konsistenz beim Shampoo ist nicht besonders anders, als wie wir das bei Shampoo gewöhnt sind und das Fixiergel ist etwas dickflüssiger – riecht ähnlich, wie das Shampoo, jedoch mit etwas mehr Dauerwellengeruch darin. Es trocknet recht schnell und klebt dann erst leicht, das vergeht aber nach dem einarbeiten.

 

Inhaltsstoffe

Das Shampoo:

Aqua (Deionized Water), Sodium Laureth Sulfate, Cocamidopropyl Betaine, Sodium Chloride, Propylene Glycol, PEG-3 Disearate, Polyquaternium-7, Parfum (Fragrance), Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride, Sodium Benzoate, Tetrasodium EDTA, Laureth-4, PEG-35 Castor Oil, Sodium Hydroxymethylglycinate, Amodimethicone, Olea Europaea (Olive) Fruit Oil, PEG-6 Caprylic/Capric Glycerides, Citric Acid, Butylphenyl Methylpropional, Glycollic Acid, Phenoxyetheanol, CI 42090 (Blue 1), CI 17200 (Red 33), Methylparaben, Ethylparaben, Butylparaben, Propylparaben, Isobutylparaben.

Das Fixiergel:

Aqua (Deionized Water), Alcohol denat., VA/Crotonates Copolymer, Isopropyl Alcohol, Ammonium Acryloyldimethyltaurate/VP Copolymer, Parfum (Fragrance), Glycolic Acid, Laureth-4, PEG-35 Castor Oil, Amodimethicone, PEG-45M, Olea Europaea (Olive) Fruit Oil, PEG-6 Caprylic/Capric Glycerides, Coumarin, Ammonium Hydroxide, Butylphenyl Methylpropional, Linalool, Alpha Isomethyl Ionone, Benzyl Salicylate, Limonene, CI 17200 (Red 33), CI 42090 (Blue 1)

Preis und Erhältlichkeit

Das Set enthält Shampoo 125 ml und Fixiergel 75 ml. Man kann es über den Onlineshop von Keralock z.B. erwerben. Dort kostet es aktuell 5,95 € zzgl. Versandkosten.

 

Die Anwendung/ Das „Locken-machen“

„Waschen Sie zunächst die Haare mit dem “Crazy Curl Shampoo”. Geben Sie anschließend eine geringe Menge des Fixiergels in das handtuchtrockene Haar, drehen Sie es auf Wickler und föhnen Sie das Haar mit geringer Hitze trocken.“

Klingt einfach! Sollte also nicht schwierig zu machen sein. Unter der Dusche habe ich dann das Shampoo verwendet. Wie jedes anders Shampoo auch. Auf die Hänge geben (ich verwendete eine haselnussgroße Menge), die Hände über dem Kopf aneinander reiben bis das Shampoo leicht schäumt und dann gleichmäßig in die Haare streichen.  Vor längerem habe ich mir das Haare rubbeln während dem Waschen abgewöhnt, deswegen massiere ich das Shampoo nur noch sanft ein – immer in Richtung der Haarstruktur. Es reinigt auch sehr gut – hier habe ich keine Einschränkung zu anderen Produkten und wenn man nicht wüsste, dass es sich hierbei um ein „spezielles“ Shampoo handelt, würde es auch nicht weiter auffallen. Anschließend werden die Haare zart trocken getupft.

Nun folgt laut Anweisung das Fixiergel. Es wird ebenfalls (auch hier verwende ich ca. eine haselnussgroße Menge) in die Haare gegeben und dann sanft überall verteilt.

TIPP: Versucht es mehr in die Haarlänger als in den Ansatz einzuarbeiten – am Ansatz zieht das Fixiergel die Haare ordentlich runter und macht sie schwer. Da schaut die Pracht gleich ziemlich „platt“ aus.

Ist das eingearbeitet müsst Ihr trotzdem zu Wicklern greifen. Es klingt zwar so, aber ohne Lockenwickler kommt auch dieses Produkt nicht aus. Also, da ich diese speziellen Lockenwickler von Keralock nicht hatte, habe ich meine Papilotten benutzt. Die Haare eingeteilt und aufgewickelt. Danach (wenn es schnell gehen muss) zum Föhn greifen und alles ordentlich trockenföhnen. Bei den Papilotten dauert das wirklich ewig. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es mit den Keralock-Wicklern, oder anderen – normalen Wicklern, leichter geht, da diese ja innen offen sind und die Luft besser dran kommt. Ich durfte gute 30min! föhnen und föhnen und föhnen ….

Als alles trocken war Wickler wieder raus und die „Pracht“ bestaunen ….

 

Das Ergebnis von 1,5h Arbeit

Ganz ernsthaft. Ich habe lange mit dem Produkt gehadert. Beim ersten Versuch war ich schon leicht genervt, was ein Aufwand. Aber ich wollte dem Produkt noch eine Chance geben. Also nochmal für den Ausgeh-Abend Samstag einen zweiten Versuch gestartet. Aber ich kann Euch sagen, ich werde nicht warm damit. Bis zum Shampoo ist es noch ok, aber dann Fixiergel, Locken, Fön das dauert alles ewig und was bleibt sind eben keine Locken, sondern simple Wellen.

Dazu kommt wenn Ihr das Fixiergel zu sehr am Ansatz auftragt – das die Haare schwer werden und auch das Haargefühl gefällt mir nicht wirklich. Die Haare sind klebrig –wie als wenn man Haarwachs drin hätte. Ich wuschel mir als öfters selbst durchs Haar und da ist das so unangenehm, das ging wirklich gar nicht.

Das Ende vom Lied für diesen zweiten Versuch war, dass ich mir die Haare nochmal gewaschen habe und Sie simplerweise mit Schaumfestiger und einem Lockenstab binnen 15min in eine Locken-/Wellenpracht verwandelt habe. Wesentlich einfacher, und schneller als mit 2 Produkten – plus Lockenwickler und Wartezeit.

Nicht einmal die Haltbarkeit konnte mich überzeugen. Ich habe vielleicht 5-6h, was von den Wellen gehabt, danach war die Pracht so gut wie weg. Was blieb war jedoch dieses leicht klebrige im Haar, was mir das Gefühl gab, dass meine Haare fettig sind – und das geht nun wirklich absolut nicht. Das wird auch eine Zeit lang nicht trocken, sodass man es nicht mal ausbürsten kann.

Eine bessere Alternative

Für mich ist das keine Alternativ, um meine glatten Haare in Locken zu verwandeln. Mit Schaumfestiger und einem Lockenstab seid Ihr nicht nur schneller, sondern Ihr bekommt auch wirkliche Locken und nicht nur Wellen. Mit ein bisschen Haarspray bleiben diese Locken dann auch gut 12h drin – zumindest bei meinem feinen Haar halten sie so recht gut.

Dafür brauche ich dann – zuzüglich Haare waschen – ca. 15min und die Frisur sitzt. Ich habe euch zum Vergleich beide Varianten- mit Lockenstab und mit Keralock Crazy Curls im Foto nochmal gegenübergestellt – ich denke so sieht man es am besten.

Fazit

Das Produkt wirkt wirklich auf den ersten Blick zu schön um wahr zu sein. Aber egal wie man es dreht Locken sind, trotz Keralock CrazyCurls, immer noch mit Aufwand verbunden. Ohne Lockenwickler und Trockenzeit geht hier nichts. Zudem sollte man sich fragen; Brauche ich ein Produkt mit dem ich Wellen in die Haare bekomme? Denn mehr ist bei glattem Haar nicht drin. Schöne große Locken bekommt man damit nicht wirklich und auch die Haltbarkeit ist nicht das wahre. Dazu kommt das die Verpackung riesig ist, aber fast die Hälfte davon ist leer und das man dann ja auch noch die speziellen Keralock Lockenwickler kaufen muss.

Deswegen: Ich kann das Produkt nach mehrfacher Anwendung wirklich nicht weiterempfehlen und würde es mir auch nicht kaufen. Mit einem herkömmlichen Lockenstab und Schaumfestiger könnt Ihr da bei weitem mehr Locken zaubern die mit etwas Haarspray dann länger halten, die die von Keralock CrazyCurls und Ihr seid wesentlich günstiger damit.