Warum halten bei mir selbstgemachte Locken nicht lange?

Ganz gleich, mit welchen Maßnahmen man aus glatten Haaren eine Lockenpracht zaubert, immer wieder taucht das Thema auf, dass diese bereits nach kürzester Zeit wieder verschwindet. Tatsache ist, dass es verschiedene Haarstrukturen gibt, die man bereits durch Vererbung (Gene) in die Wiege gelegt bekommt. Menschen, welche von Natur aus Locken besitzen, haben Haare mit einem ovalen Querschnitt. Bei glatten Haaren findet sich ein runder Querschnitt. Möchte man letztere nunmehr verändern, indem man sie lockig macht, ist dies ein Eingriff in die Natur des Haares und diese werden immer wieder – außer bei einem Einsatz mit chemischen Mitteln – in ihre Ursprungsform zurück verfallen. Insbesondere wenn die Haare hernach gewaschen werden, verfallen sie in ihre ursprüngliche Glattheit, da die Schwerkraft durch das erhöhte Gewicht jetzt noch stärker in Richtung nach unten arbeitet. Selbst Menschen mit Naturlocken haben durch das Wasser im Haar zunächst einmal glatte Haare, bevor sie sich wieder im Zuge des Trocknens zurück locken.

Fehler beim selbständigen Lockenmachen

Die häufigsten Fehler beim Lockenmachen zu Hause entstehen meist durch zu wenig Geduld oder Zeit während des Vorganges. Nutzt man beispielsweise die altbewährten Lockenwickler, welche direkt in das nasse Haar eingewickelt werden, darf man diese erst wieder entfernen, wenn eine komplette Trocknung erfolgt ist. Das dauert selbstverständlich wesentlich länger als bei nicht aufgedrehten Haaren. Wird zum Lockenmachen in Form von Hitze mit Glätteisen (eignet sich auch zum Locken und nicht nur zum Glätten), Lockenstab oder Heißwickler gearbeitet, muss darauf geachtet werden, dass die hergestellten Locken in aller Ruhe vollständig abkühlen können. Grundsätzlich ist es zwar nicht fehlerhaft, haarfestigende Substanzen zur Haltbarkeit in das Haar einzugeben, jedoch trifft hier das alte Sprichwort „Weniger ist oft mehr“ vollumfänglich zu. Durch zu viel Festiger wird das Haar deutlich schwerer und somit wesentlich schneller wieder gerade gezogen.

Tipps für längere Haltbarkeit der Locken

Es empfiehlt sich, nach dem Erhitzen und Formen jede bereits bearbeitete Haarsträhne in ihrer neuen Lockenform während des Auskühlens festzuklammern. Bei der Nutzung herkömmlicher Lockenwickler ist ein Verbleiben derselben über die gesamte Nachtzeit angeraten. Bei sehr langen kräftigen Haaren, welche eine natürliche Schwere mit sich bringen, ist die Entscheidung zu einem Stufenhaarschnitt ratsam. Das geringere Gewicht wirkt sich bereits auf eine bessere Haltbarkeit der Locken aus. Dies gilt auch, wenn man die Haare vor dem Lockenmachen zunächst einmal föhnt, dies gibt ihnen eine erhöhte nützliche Spannung. Gleichfalls kann ein nicht zu starkes Haarspray in geringer Menge und aus einem mindestens 20 Zentimeter großen Abstand von unten auf die Locken gesprüht werden sowie sehr wenig Haarwachs vorsichtig in den Haaren verteilt werden. Wer dies alles genau beachtet, kann mit einer längeren Haltbarkeit der selbstgemachten Locken, zumindest bis zur nächsten Haarwäsche, in jedem Fall rechnen und sich an diesen erfreuen.

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