Das in den Mittelmeerländern Italien, Spanien, Griechenland und Portugal häufig verwendete Olivenöl ist inzwischen auch in deutschen Küchen ein Standardprodukt geworden. Es eignet sich vor allem sehr gut zum Frittieren und zum Braten. Seine Zusammensetzung aus 15 Prozent gesättigten, 70 Prozent ungesättigten und 10 Prozent mehrfach gesättigten Fettsäuren ergibt eine sehr gesundheitsfördernde Wirkung. Vor allem die ungesättigten Fette sind sehr gesund, da sie den Cholesterinspiegel senken. Die Wirksamkeit von Olivenöl ist inzwischen aber auch für andere Bereiche inzwischen bewiesen und wird allgemein als positiv eingeschätzt. So verringert die Verwendung von Olivenöl als Ersatz für Rapsöl und andere Ölsorten zum Beispiel auch das Thromboserisiko und es senkt erhöhten Blutdruck. Auch wenn es um Beauty geht, gibt es eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten für Olivenöl. Zum Beispiel macht es bei der Anwendung beim Haare waschen auch die Haarspitzen geschmeidig. Doch „Nativ extra“, „Extra vergine“ oder „extra virgen“, diese Angabe verwirrt die Verbraucher. Dabei kommt es aber auch auf Angaben an wie „kalt gepresst“ und die Inhaltsstoffe, insbesondere die Konzentration der Säure. Entscheidend ist zudem die Herkunftsregion. Olivenöl von den griechischen Inseln hat einen anderen Geschmack und andere Mineralien als Inhalt, als das Olivenöl vom griechischen Festland. Und dieselbe Olivensorte entwickelt sich auf dem Peloponnes anders als auf der Insel Kreta.

olivenöl

Niedriger Säuregehalt ideal

Egal wie Olivenöl verwendet werden, es sollte möglichst vom Säuregehalt her so niedrig wie möglich liegen. Nach der EU-Verordnung wird Olivenöl in verschiedene Güteklassen eingeteilt. Als höchste Stufe gilt „nativ extra“, in Italien „extra vergine“ oder „extra virgen“, wie es in Spanien bezeichnet bzw. ausgezeichnet wird. Dabei darf der Säuregehalt bei Olivenöl „nativ extra“ 0,8 Prozent nicht überschreiten. Niedrige Säurewerte sind auch wichtig, wenn Olivenöl für die Reinigung und Pflege der Haut eingesetzt werden soll. Die Einwohner der Mittelmeerregion verwenden Olivenöl nicht nur zum Kochen, sondern auch als After-Sun-Lotion wenn die Haut etwas gerötet wurde durch hohe Sonneneinstrahlung. Schon nach kurzer Zeit lassen die damit häufig verbundenen Schmerzen wieder nach.