Wer einen frischen und rosigen Teint haben möcht, der schminkt sich. Denn von Natur aus sind die Gesichter der Mittel- und Nordeuropäer eher bleich. Sonnenbräune kann man sich nur in wenigen Monaten im Jahr holen oder man legt sich für teures Geld unter die Sonnenbank oder holt sich einen Selbstbräuner. Doch nicht nur Make-up trägt die modebewusste mitteleuropäische Frau heute auf. Rund 2 Kilo Lippenstift verbraucht eine derartige Frau in ihrem Leben. Dabei kann man sich auch überschminken, und zwar so, dass die Haut allergisch reagiert. Dies passiert vor allem Frauen, die sich schon seit Jahrzehnten schminken. Bei ihnen treten häufig plötzlich dunkelrote und juckende Bläschen um den Mund und die Nase herum auf. Der Hautarzt stellt dann die Diagnose „Periorale Dermatitis“, auch bekannt als „Stewardessenkrankheit“. In diesem Fall wurde die Haut durch zu viele verschiedene Produkte überpflegt und regeneriert sich nicht mehr, wodurch als Folge Pusteln und Entzündungen auftreten. Viele Frauen sind dann überrascht, weil sie die Kosmetik eigentlich zum Schutz der Haut aufgetragen haben, diese ihnen nun schadet.

Schädliche Inhaltsstoffe

Doch nicht nur das häufige Auftragen von Make-up und Co. ist das Problem, sondern vor allem die Inhaltstoffe in den Schminkprodukten, die schädlich werden können und die Periorale Dermatitis auslösen. Allein in Wimperntusche sind 20 verschiedene Substanzen enthalten, darunter die umstrittenen Parabene, also hormonell wirkende Chemikalien, welche auch als Konservierungsmittel eingesetzt werden. Die Hersteller müssen zwar gewisse Grenzwerte einhalten, doch nicht nur durch Kosmetika kommen die Verbraucher schließlich mit diesen Chemikalien in Kontakt, was zu einer Überbelastung führt. Schädliche Inhaltsstoffe können auch in Naturkosmetik enthalten sein, die letztlich zu einer Perioralen Dermatitis führen. Das Problem hier ist, dass die dortigen Inhaltsstoffe noch nicht ausreichend von ihrer Langzeitwirkung her erforscht worden sind. Die einzig möglich Behandlung einer Perioralen Dermatitis ist für eine Frau, die sich gerne schminkt ein Schock: Jede Gesichtspflege ist verboten. Es ist nur das erlaubt, was der Arzt ausdrücklich erlaubt hat anzuwenden.

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