Nicht ganz billig aber mit Leidenschaft

Neben Chanel No. 5 für die Frau und Terre de Hermés oder dem Bond-Parfüm 007 für den Mann gibt es noch die sogenannten Nischenmarken. So jedenfalls werden Düfte von kleinen, privat geführten und vor allem unabhängigen Firmen bezeichnet, was auf den ersten Blick zwar recht simpel und wenig charmant klingt, aber völlig grundlos auch so angesehen wird. Denn die Nischendüfte sind vom Duft her schon recht imposant, werden aber meist nur in geringer Stückzahl produziert und recht selektiv vertrieben. Das heißt im Klartext: Viele Verbraucher kommen an diese Düfte nicht so einfach heran.

Es muss nicht immer Chanel N° 5 sein

Würden sie es nämlich, würden sie gleich erkennen, warum die großen Dufthersteller wie Chanel und Co. diese Düfte oft schlecht machen wollen. Denn anders als die Massenware von Chanel, Hermés und den anderen Großen der Branche, steckt hinter der Produktion dieser Nischendüfte sehr viel traditionelle Handwerkskunst, die der Parfümeur hier einbringt, um einen Duft zu kreieren, welcher einen individuellen Charakter hat. Hierzu werden zum Teil auch sehr seltene Rohstoffe verwendet, und das auch  in hohen Konzentrationen. Entsprechend kostspielig ist die Produktion der Nischendürfte, was auch ihren Preis erklärt.

Klasse statt Masse

Dabei erfahren die Nischendüfte in der letzten Zeit immer mehr Akzeptanz, insbesondere auch, weil die Verbraucher erkennen, dass die Anbieter diese Düfte mit sehr viel Hingabe und Liebe kreieren und zwar ohne ein Schielen auf den breiten Massenmarkt. Dabei folgen die Nischendüfte nicht immer dem neuesten Trend und auch nicht einer konkreten Marketing-Strategie, vielmehr erzählen sie eine Geschichte. Und dafür, dass sie nicht mit entsprechender Werbung an jeder Straßenecke überhäuft werden und die Nischendürfte es ermöglichen, dass die Träger aus der Masse herausduften können mit einem unvergleichbaren Duft, dafür bezahlen inzwischen auch sehr viele Verbraucher gerne ein bisschen mehr. Ein Newcomer auf dem Gebiet der Nischendürfte ist der aus Sizilien stammende Antonio Alessandria. Mit „Nacre Blanche“ präsentiert dieser eine blumige Kreation, die als Hommage an den Mond sein soll.